Über die Fotoausstellung

16. Dezember  I  18:00 – 21:00 Uhr  I  Vernissage
Vernissage mit Nachwuchstalent Carolin Windel, die die Schönheit Haitis porträtiert hat. Mit dabei ist der gemeinnützige Verein Haiti Chérie, der über seine Arbeit in dem noch weitgehend unbekannten Land spricht.  Die Fotoausstellung ist bis Ende des Jahres im Café der Fragen zu sehen.

Im Café der Fragen zeigt das junge Fotografie-Talent Carolin Windel vom 16. bis 29.12.2017 ihre beeindruckenden Fotos, die in den letzten fünf Jahren bei Besuchen in Haiti entstanden sind. So will sie auf die Situation speziell der Kinder des armen Landes aufmerksam machen, aber auch auf seine Schönheit sowie seine faszinierenden Menschen, die dort leben, zeigen.

Die Fotografin gehört selbst zu den Gründungsmitgliedern des gemeinnützigen Vereins HAITI CHÉRIE, der Spenden für ein Waisenhaus und zwei Schulen in Port-au-Prince sammelt. Auf der Vernissage am Samstag, dem 16.12.2017 um 18.00 Uhr, sind Carolin Windel und die Mitglieder des Vereins HAITI CHÉRIE vor Ort.

Haiti Waisenkinder by Carolin WIndel Fotografie

Über die Fotografin

Carolin Windel, 26, aus Hamburg

Schon in sehr jungen Jahren führte Carolins Vater seine Tochter an die Fotografie heran. Mit ihrer ersten Spiegelreflexkamera, die sie 2008 von ihren Eltern geschenkt bekam, festigte sich der Gedanke, später aus dem Hobby auch ihren Beruf zu machen. Diese Spiegelreflexkamera begleitete sie im selben Jahr nach Kenia, wo sie die Möglichkeit hatte, ein Massai-Dorf zu besuchen und zu fotografieren.

Diese Reise prägte sie nachhaltig, denn hier wurde ihr bewusst, dass ihre Leidenschaft der Reportage und der Portraitfotografie gilt.

Carolin Windel Fotografie

Carolin interessieren vor allem Menschen und ihre Geschichten. Genau das versucht sie nun in ihren Fotos festzuhalten. Auf ihren Reisen in den letzten acht Jahren lernte sie zahlreiche Persönlichkeiten kennen, die sie und ihre Bilder stark beeinflussten. Die Kamera ermöglicht ihr Zutritt in fremde Kulturen und zu Personen. Für Carolin ist die Kamera zu einem Kommunikationsmittel geworden, mit der gesprochene Sprache nebensächlich wird. Verstehen ohne Worte, und dennoch so nah am Menschen.

Gerade auf Haiti bekommt Carolin durch die Fotografie einen sehr tiefen Zugang besonders zu den Kindern, ohne auch nur ein Wort Créole zu sprechen. In den Schulen und im Waisenhaus freuen sich die Kinder, fotografiert zu werden. Bei jedem neuen Besuch bringt die junge Fotografin die Fotos vom letzten Jahr mit und verschenkt sie an die portraitierten Personen. Viele sehen sich zum ersten Mal auf einem Foto.

Doch nicht nur auf Haiti, auch in anderen Ländern wie Myanmar, Japan, Kuba oder Bolivien bekam Carolin durch ihre Kamera einen viel tieferen Einblick in die Kulturen, als es sonst vielleicht möglich gewesen wäre.

Was die junge Fotografin an ihrem Beruf liebt, ist die Vielschichtigkeit. „Als Fotografin hat man die Möglichkeit, in fremde Welten einzutauchen und sie kennenzulernen. Es bereichert, in dem es  neue Perspektiven und Betrachtungsweisen schafft“, sagt sie. Und weiter:

„Bei Reportagen und Portraits geht es immer darum, Verbindungen zum Geschehen oder den portraitierten Personen aufzubauen. Man muss sich auf Menschen einlassen und sie so erfassen, um mit in ihre Welten genommen zu werden und ihre Geschichten in bildliche Sprache zu übersetzen oder zu interpretieren. Das Medium Fotografie bietet die Möglichkeit, bestimmten Ereignissen und Menschen Aufmerksamkeit zu schenken und die gewonnenen Erkenntnisse einer breiten Masse zugänglich zu machen. Genau das hoffe ich, mit meinen Fotos aus Haiti erreichen zu können.“

Haiti ist schon immer, seit der Unabhängigkeit 1804, ein sehr armes Land gewesen. Es litt unter Dutzenden Diktatoren, die das Land politisch und wirtschaftlich ruinierten. Zusätzlich wird die Insel regelmäßig von Umweltkatastrophen heimgesucht (jährliche Hurrikans, Überschwemmungen, Erdbeben). Wie so viele Ereignisse verschwinden solche Themen nach kurzer Zeit aus der Presse und geraten in Vergessenheit.

Mit ihren Fotos, ihrem Buch und dieser Ausstellung möchte Carolin Windel versuchen, Haiti ein Stück ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Diese Ausstellung soll über das Land aufklären und etwas in den Betrachtern auslösen. Sei es der Wunsch, dort hinzufahren, das Land kennenzulernen oder zu helfen und den gemeinnützigen Verein, der bewusst HAITI CHÉRIE („Geliebtes Haiti“) genannt wurde, zu unterstützen. „Ich hoffe, dass man durch meine Fotos das vergessene, nahezu unbekannte Haiti und seine faszinierenden Menschen ein wenig kennen und schätzen lernen wird“, so Carolin.

Erfahre mehr unter www.carolin-windel.de Lerne Carolin persönlich am 16. Dezember im Café der Fragen kennen. Außerdem hast du die Möglichkeit, ihre Werke zu bestaunen und zu erwerben.

Haiti Menschen by Carolin WIndel Fotografie

Haiti Chérie: Für die Zukunft Haitis

Waisenhaus & Schulen für Haiti

Was wünschen sich die meisten haitianischen Kinder, außer an jedem Tag satt zu werden? In die Schule zu gehen. Denn schon früh erfahren sie: Nur so haben sie Aussicht auf einen Job, um im armen Haiti überleben zu können. Aber: Einen Platz in einer Schule zu bekommen, ist in Haiti nicht einfach. Noch schwieriger ist es für Waisenkinder, deren Zahl nach dem Erdbeben 2010 stark anstieg.

Diesen – und vielen anderen Kindern – wird von Deutschland aus geholfen. HAITI CHÉRIE heißt der gemeinnützige Verein, der 2017 in Norderstedt (Schleswig-Holstein) gegründet wurde.

Der 1. Vorsitzende, ehemaliger Journalist, bereist schon seit 1975 regelmäßig Haiti und betreut dort „seine“ Patenkinder. Zwei davon, Paule und Dominique, konnten mit seiner Hilfe ihre Schulzeit und ihre Ausbildungen als Lehrerin und Kindergärtnerin erfolgreich abschließen. 1992 wurden sie unterstützt, sich selbstständig zu machen: Sie gründeten „La Garenne“ („das Häschen“), Kindergarten und Schule in einem. 400 Kinder besuchten „La Garenne“, doch das Erdbeben im Jahr 2010 änderte alles. Schule und Kindergarten wurden zerstört, wie viele Kinder starben, steht bis heute nicht fest. Fest aber steht: Es muss weiter gehen!

Mit Hilfe von Spenden-Geldern entstand „La Garenne“ neu, eine weitere Schule („Gali Galou“) und ein Waisenhaus wurden gebaut. Die einstigen Patenkinder Paule und Dominique leiten die drei Objekte – mit ihren Kindern! Aber: Waisenhaus und Schulen müssen unterhalten werden. Allein für den Betrieb des Waisenhauses sind jährlich 50.000 bis 60.000 Euro nötig. Und die werden jetzt dringend gebraucht. Deshalb wurde HAITI CHÉRIE gegründet.

Der wichtigste Grundsatz des Vereins: 100 % jeder Spende gehen nach Haiti, die Verwaltungskosten des Vereins tragen die Mitglieder.

Eine Waisen-Patenschaft beginnt mit 50 Euro pro Monat (= 600 Euro pro Jahr). Natürlich sind auch Einzel-Spenden höchst willkommen. Und selbstverständlich werden auch Spenden-Quittungen zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt.

www.haiticherie.org

Haiti Waisenkinder by Carolin WIndel Fotografie